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Lexikon

Kolonialismus / Kolonien

von und
Auf der Weltkarte werden die Kolonien des Deutschen Reichs im 19. Jahrhundert gezeigt. Es handelt sich um eine Zeichnung.

Die Kolonien des Deutschen Reiches im 19. Jahrhundert.

Unterwerfung anderer Länder

Im Laufe der letzten 200 Jahre haben viele europäische Staaten Länder in anderen Erdteilen unterworfen. Diese Länder konnten sich gegen die Übermacht der Europäer nicht wehren und wurden zu sogenannten Kolonien. Diese Eroberungspolitik bezeichnet man als "Kolonialismus". Der Begriff kommt vom lateinischen Wort "colonia", das heißt "Ansiedlung außerhalb des römischen Bürgergebietes".

Ausbeutung der Kolonien

Die Länder wurden oft nur deshalb unterworfen, weil die Eroberer die Schätze der fremden Länder für sich haben wollten. Das konnten Goldschätze sein oder Diamanten. Auch kaufte man für wenig Geld in den fremden Ländern Gewürze, Tee, Kaffee, Tabak oder Früchte und verkaufte diese dann für viel Geld in den Heimatländern.

Kolonialmächte

Die ersten Kolonien wurden von den großen Seefahrernationen Großbritannien, Spanien, Portugal, Frankreich und den Niederlanden erobert. Deutschland, das nicht zu den großen Seefahrernationen gehörte, hatte für kurze Zeit (bis zum Ende des Ersten Weltkriegs) wenige Kolonien in Afrika und Asien. Spanien dagegen hatte große Kolonien in Mittel- und Südamerika und England in Asien und im Nahen Osten. Die Kolonien wurden von deutschen, französischen, englischen und spanischen Beamten verwaltet.

Folgen des Kolonialismus

Die Menschen, die in den Kolonien lebten, waren den fremden Herrschern untertan und hatten oft keine eigenen Rechte. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahre 1914 lebte mehr als die Hälfte aller Menschen dieser Welt in Kolonien. Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahre 1945 gaben die europäischen Staaten ihre Kolonien allmählich wieder auf, so dass diese Länder unabhängig wurden. Etliche von ihnen leiden bis heute darunter, dass sie so lange von fremden Staaten beherrscht wurden.

FAQ / Häufig gestellte Fragen

(Frequently Asked Questions - das ist die englische Übersetzung von "häufig gestellte Fragen")
Hanisaulandisttoll 22.03.2022

Hallo:) es geht um den Kolonialismus + Imperialismus. Was genau ist der Dreickshandel? (Sinn?)
Was waren Gründe für die Expansionen? Was waren die wirklichen Motive von Europäern?
Was können wir tun, um diese Dinge heutzutage zu ändern? (In Bezug auf die Folgen vom Kolonialismus)

Redaktion

Hallo Hanisaulandisttoll, der sogenannte transatlantische Dreieckshandel funktionierte folgendermaßen: Europäische Händler tauschten an der Küste Afrikas Waren gegen Menschen, die als Sklaven nach Amerika gebracht und dort verkauft wurden. Mit den Produkten, die durch die Sklavenarbeit geerntet oder hergestellt wurden, fuhren die Schiffe dann nach Europa zurück. Damit hat man schon das wichtigste Motiv des europäischen Kolonialismus, die Gier nach den Schätzen der fremden Welten, die man möglichst billig nach Europa bringen wollte, um dort damit riesige Gewinne zu machen. Im Zeitalter des Imperialismus kamen noch andere Motive dazu. Dazu kannst du dich in den FAQ zu unserem Lexikonartikel "Imperialismus" informieren. Bis heute leiden viele Entwicklungsländer unter den Folgen des europäischen Kolonialismus. Ändern kann man das nicht mehr, aber durch Hilfen für die ärmeren Länder und fairere Handelsbeziehungen ist es immerhin möglich, diesen Ländern beim Start in eine bessere Zukunft zu helfen. Lies dazu doch einmal unsere Artikel "Entwicklungszusammenarbeit" und "Fair Trade" hier im Lexikon von Hanisauland.

eure weiteren Fragen dazu...

Linaa 23.11.2022

Was waren die Ziele der Kolonialmächte ? Bsp. Belgien

Redaktion

Hallo Linaa, lies mal bitte, was wir bei euren weiteren Fragen unten auf eine ähnliche Frage von Sorin geschrieben haben.

Linaa 23.11.2022

Was waren die Auswirkungen und Ziele des Kolonialismus ?

Redaktion

Hallo Linaa , für die europäischen Länder hatte der Kolonialismus überwiegend Vorteile: Wer Kolonien hatte, konnte dort Bodenschätze abbauen und seine eigenen Produkte verkaufen. Billige Arbeitskräfte gab es in den kolonialisierten Ländern auch genug – man griff einfach auf die dortige Bevölkerung zurück und beutete diese rücksichtslos aus. Dazu kam der erhoffte Ansehensgewinn als Kolonialmacht vor allem im Zeitalter des Imperialismus - ein Land, das Kolonien hatte, durfte sich zu den großen Mächten rechnen. Damit ist auch klar, wer mit den Nachteilen zu leben hatte: Das waren die Menschen in den Ländern, die von den Europäern besetzt wurden. Die Einheimischen waren den Europäern unterlegen und mussten mit ansehen, wie viele von ihnen zu härtester Arbeit gezwungen wurden und dafür wenig oder gar keinen Lohn bekamen. Die Wirtschaft wurde nach den Vorstellungen der Kolonialherren ausgerichtet, die Interessen der Kolonisierten spielten keine Rolle. Auf längere Frist hat sich der Kolonialismus aber auch für die einstigen Kolonialmächte als große Belastung erwiesen. Kolonien kosteten häufig mehr Geld, als man damit verdienen konnte, die Kolonialmächte verloren ihre Kolonien, oft in blutigen Unabhängigkeitskriegen, und sie müssen heute damit klarkommen, dass die koloniale Herrschaft viel kritisiert wird und es sogar bis heute Forderungen nach einer Entschädigung für die früheren Kolonien und ihre Bewohner gibt. Zu den Zielen des Kolonialismus haben wir in unserer Antwort auf deine andere Frage schon einiges geschrieben.

Ok 23.11.2022

Wie verdienten die Europäer in den Kolonien Geld?

Redaktion

Hallo Ok, die Europäer beuteten die Kolonien auf unterschiedliche Weise aus. Zum einen nutzten sie die Einheimischen als billige Arbeitskräfte bei der Herstellung von Waren. Rohstoffe, Gewürze und andere landwirtschaftliche Produkte wurden aus den Kolonien nach Europa transportiert und dort mit Gewinn verkauft. Im Zeitalter des Imperialismus mussten die Kolonien auch als Abnehmer der industriell hergestellten Waren herhalten, beispielsweise für die Textilindustrie.

Sorin 22.11.2022

Was war die Motivation von England und Frankreich um Länder zu komponieren. (Besonders Afrika)

Redaktion

Hallo Sorin, die Ziele der europäischen Staaten zur Eroberung fremder Gebiete im Zeitalter des Kolonialismus und später des Imperialismus waren vielfältig. Wichtig waren immer machtpolitische Ziele, also das Gewinnen von Einfluss auf ein bestimmtes Gebiet und ein Ansehensgewinn in der Gemeinschaft der Staaten. Dazu kamen wirtschaftliche Ziele (Rohstoffe gewinnen und eigene Waren verkaufen) und missionarische Ziele (Verbreitung des Christentums etc.). Auch territoriale Ziele (Ausweitung des eigenen Staatsgebiets) und bevölkerungspolitische Ziele (Siedlungsraum für die eigene Bevölkerung) haben beim Imperialismus eine Rolle gespielt. Lies dazu doch auch unsere Artikel "Kolonialismus" und "Imperialismus" hier im Lexikon von Hanisauland.

rebekka 22.11.2022

Um was geht es bei den Kolonialreichen in Europa?

Redaktion

Hallo rebekka, Kolonialreiche bauten die europäischen Mächte in der außereuropäischen Welt auf. In unseren Lexikonartikeln "Kolonialismus" und "Imperialismus" erfährst du viel zur Geschichte der Kolonialreiche und zu den Gründen für den Kolonialismus der Europäer.

bibidi 18.11.2022

Durch welche Maßnahmen könnte Afrika einen Weg aus der neuen Abhängigkeit finden?

Redaktion

Hallo bibidi, einen ganz wichtigen Schritt in diese Richtung stellt die Einführung fairer Beziehungen zwischen den Staaten Afrikas und den ehemaligen Kolonialmächten dar. Die wirtschaftlichen Austauschverhältnisse müssen den afrikanischen Staaten gleiche Chancen einräumen wie den reichen Ländern im Norden. "Fair Trade", den wir als Initiative meist kleiner Händler hier im Lexikon beschrieben haben, muss das Ziel im Handel zwischen den armen Entwicklungsländern und den reichen Industriestaaten sein. Es gibt viele internationale Organisationen und Verhandlungsformate, in denen solche Ziele verfolgt werden. Auch die Entwicklungshilfepolitik ist eine wichtige Säule im Bemühen, den afrikanischen Staaten mehr Chancen einzuräumen.

Cr 15.11.2022

Wie wurden Kolonien erworben?

Redaktion

Hallo Cr, Kolonien wurden in der frühen Phase des Kolonialismus oft durch kleine militärische Trupps und Handelsherren errichtet. Diese erzwangen Verträge oder schlossen Vereinbarungen über die Nutzung eines bestimmten Territoriums mit den Bewohnern der Gebiete. Im Zeitalter des Imperialismus wurden Kolonien dann in der Regel erobert und mit militärischer Gewalt beherrscht.

.a 20.10.2022

was bedeutet Dekolonisierung?

Redaktion

Hallo .a, Dekolonisierung bezeichnet den Prozess, in dem die Kolonien in der außereuropäischen Welt nach und nach ihre Unabhängigkeit zurück erlangten. Das war vor allem in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg der Fall, als die Kolonialreiche Großbritanniens, Frankreichs, Belgiens und der Niederlande zerfielen.

Marilyn 19.10.2022

Aus welchen Motiven gründeten die Deutschen Kolonien?

Redaktion

Hallo Marilyn, der wichtigste Grund für den Erwerb von Kolonien durch das Deutsche Reich bestand darin, dass die Deutschen als gleichwertige Macht neben den anderen europäischen Mächten anerkannt werden wollten. Auch Deutschland wollte, wie es ein Reichskanzler damals sagte, "einen Platz an der Sonne". Man war überzeugt, das der Besitz von Kolonien unbedingt erforderlich war, um als vollwertige Macht ernst genommen zu werden. Dem Reichskanzler Bismarck, der nichts von Kolonien wissen wollte, kam diese Stimmung entgegen. Durch die Kolonialpolitik konnte er von den vielen innenpolitischen Problemen ablenken.

Mila 19.10.2022

Warum haben die Kolonien an Bedeutung gewonnen

Redaktion

Hallo Mila, im Zeitalter der Industrialisierung gewannen die Kolonien eine neue Bedeutung als Absatzmärkte für die in den europäischen Kolonialstaaten hergestellten Massenartikel. Dazu kam im Zeitalter des Nationalismus das Geltungsbedürfnis der europäischen Mächte. Wer Kolonien hatte, durfte sich zu den großen Mächten zählen. Das veränderte den Blick auf die Kolonien, die in früheren Jahrhunderten vor allem als Rohstofflieferanten und als Handelsstützpunkte gedient hatten.

Julia 26.09.2022

Was ist eine Stützpunktkolonie

Redaktion

Hallo Julia, als Stützpunktkolonien werden Kolonien bezeichnet, die vor allem als Ausgangspunkt für die wirtschaftliche und militärische Beherrschung eines bestimmten Kolonialgebietes dienten. Wenn du mehr zu diesem Thema wissen willst, schau dir doch einmal diesen Artikel auf der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung an. Da gibt es auch einen Abschnitt über Stützpunktkolonien

Wolle 21.09.2022

Kamerun war eine deutsche Kolonie, ab wann und wie lange ?

Redaktion

Hallo Wolle, Kamerun war von 1884-1919 eine Kolonie des Deutschen Reiches.

Maxi 14.09.2022

Was hat Afrika mit dem Kolonialismus zu tun?

Redaktion

Hallo Maxi, Afrika wurde vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts Ziel des europäischen Kolonialismus. Im Zeitalter des Imperialismus fand ein regelrechter "Wettlauf um Afrika" statt, bei dem die europäischen Mächte den ganzen Kontinent unter sich aufteilten. Auch schon in den Jahrhunderten davor waren vor allem die Küstenregionen Afrikas zum Ziel der europäischen Herrschaftsansprüche über die Welt geworden. Viele tausende von Menschen wurden aus Afrika in dieser Zeit nach Amerika verschleppt, um dort als Sklaven für die europäischen Eroberer zu arbeiten.

Emilia 14.09.2022

Was sind wichtige Merkmale des Kolonialismus kurz zusammengefasst?

Redaktion

Hallo Emilia, oben im Text haben wir dazu einiges geschrieben. Lies dir das doch mal in Ruhe durch. Dann kannst du deine Frage sicher schnell selbst beantworten.

Chanel 02.09.2022

Welche Auswirkungen hatte das Giftgas im 1.Weltkrieg wenn es eingesetzt wurde ?

Redaktion

Hallo Chanel , schau mal, was wir bei unserem Artikel "Weltkrieg" zum Einsatz von Giftgas im Ersten Weltkrieg geschrieben haben.

Daniela 29.08.2022

Welche Nachteile ergaben sich aus dem Kolonialismus und dem Imperialismus für die europäischen Kolonialmächte?

Redaktion

Hallo Daniela, für die europäischen Länder hatte der Kolonialismus überwiegend Vorteile: Wer Kolonien hatte, konnte dort Bodenschätze abbauen und seine eigenen Produkte verkaufen. Billige Arbeitskräfte gab es in den kolonialisierten Ländern auch genug – man griff einfach auf die dortige Bevölkerung zurück und beutete diese rücksichtslos aus. Dazu kam der erhoffte Ansehensgewinn als Kolonialmacht vor allem im Zeitalter des Imperialismus - ein Land, das Kolonien hatte, durfte sich zu den großen Mächten rechnen. Damit ist auch klar, wer mit den Nachteilen zu leben hatte: Das waren die Menschen in den Ländern, die von den Europäern besetzt wurden. Die Einheimischen waren den Europäern unterlegen und mussten mit ansehen, wie viele von ihnen zu härtester Arbeit gezwungen wurden und dafür wenig oder gar keinen Lohn bekamen. Die Wirtschaft wurde nach den Vorstellungen der Kolonialherren ausgerichtet, die Interessen der Kolonisierten spielten keine Rolle. Auf längere Frist hat sich der Kolonialismus aber auch für die einstigen Kolonialmächte als große Belastung erwiesen. Kolonien kosteten häufig mehr Geld, als man damit verdienen konnte, die Kolonialmächte verloren ihre Kolonien, oft in blutigen Unabhängigkeitskriegen, und sie müssen heute damit klarkommen, dass die koloniale Herrschaft viel kritisiert wird und es sogar bis heute Forderungen nach einer Entschädigung für die früheren Kolonien und ihre Bewohner gibt.

kitty 25.08.2022

Warum teilten die Europäer die Welt unter sich auf welche motive hatten sie ?

Redaktion

Hallo kitty, die Ziele der europäischen Staaten zur Eroberung fremder Gebiete im Zeitalter des Kolonialismus und später des Imperialismus waren vielfältig. Wichtig waren häufig machtpolitische Ziele, also das Gewinnen von Einfluss auf ein bestimmtes Gebiet und ein Ansehensgewinn in der Gemeinschaft der Staaten. Dazu kamen wirtschaftliche Ziele (Rohstoffe gewinnen und eigene Waren verkaufen) und missionarische Ziele (Verbreitung des Christentums etc.). Auch territoriale Ziele (Ausweitung des eigenen Staatsgebiets) und bevölkerungspolitische Ziele (Siedlungsraum für die eigene Bevölkerung) haben bei der gewaltsamen Aneignung der Welt durch die europäischen Mächte eine Rolle gespielt.

Dani 24.08.2022

Welche Stützpunktkolonien gab es?

Redaktion

Hallo Dani, typische Stützpunktkolonien waren Hongkong und Singapur. Von diesen Orten aus kontrollierten die britischen Kolonialherren weitere Teile Chinas und Südostasiens. Schau mal bitte unten bei euren weiteren Fragen nach. Da haben wir schon einiges zu diesem Thema geschrieben.

Dani 24.08.2022

Danke, finde leider nichts über deutsche Stützpunktkolonien. Gab es überhaupt welche?

Redaktion

Hallo Dani, als Stützpunktkolonien werden Kolonien bezeichnet, die vor allem als Ausgangspunkt für die wirtschaftliche und militärische Beherrschung eines bestimmten Kolonialgebietes dienten. Die deutschen Kolonien Ende des 19. Jahrhunderts waren aber in der Regel Beherrschungskolonien. In diesen herrschte eine koloniale deutsche Oberschicht gemeinsam mit Vertretern der einheimischen Elite und organisierte so die Ausbeutung der Kolonie. Wenn du mehr zu diesen Unterschieden wissen willst, schau dir doch einmal diesen Artikel der Bundeszentrale für politische Bildung an.

Dani 24.08.2022

Welche Herrschaftskolonien hatte Deutschland

Redaktion

Hallo Dani, in den Jahren zwischen 1884 und dem Ersten Weltkrieg erwarb und eroberte das Deutsche Reich eine Reihe von Kolonien in Afrika und in Ostasien. Auf dieser Seite von "Planet Wissen" findest du Informationen zu den deutschen Herrschaftsgebieten im Zeitalter des Imperialismus.

Plo 17.08.2022

Welche Veränderung gab es in Afrika zwischen 1830 und 1914

Redaktion

Hallo Plo, lies mal bitte, was wir unten bei euren weitern Fragen zu einer ähnlichen Frage geschrieben haben

Lendita 17.08.2022

Was ist ne Kolonie ????????

Redaktion

Hallo Lendita , oben im Text haben wir dazu einiges geschrieben. Schau dir das doch bitte einmal in Ruhe an. Wenn du dann noch mehr wissen willst, kannst du uns gerne noch einmal schreiben.

Jjoooooooo 16.08.2022

Welche Veränderung lassen sich in Afrika zwischen 1830 und 1914 feststellen

Redaktion

Hallo Jjoooooooo, im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde fast der gesamte afrikanische Kontinent nach und nach von den europäischen Mächten kolonialisiert. Das heißt, Staaten wie Großbritannien, Frankreich, Belgien, Deutschland oder Italien besetzten Gebiete in Afrika und erklärten diese zu ihrem Herrschaftsgebiet. Schau doch mal in einen historischen Atlas in deiner Schulbibliothek. Da findest du sicher eine Karte zur Kolonialisierung Afrikas im 19. Jahrhundert.

hannibanni 15.08.2022

bei was handelt es sich in der kolonialenpolitik? plus: was hielten Frankreich un Großbritannien von dieser kolonialpolitik?

Redaktion

Hallo hannibanni, Großbritannien und Frankreich waren seit Mitte des 18. Jahrhunderts die größten Kolonialmächte. In der Auseinandersetzung der europäischen Mächte um die Herrschaft über fremde Territorien spielten sie über mehrere Jahrhunderte hinweg die entscheidende Rolle. Mehr zur Politik der Kolonialmächte haben wir in unseren Artikeln "Kolonialismus" und "Imperialismus" geschrieben. Lies dort bitte einmal weiter.

Huntlow 22.06.2022

Was waren Kolonialziele von Deutschland, Frankreich und Großbritannien?

Redaktion

Hallo Huntlow, wenn es auch unterschiedliche Formen der kolonialen Herrschaft gab, so lagen dieser doch immer vergleichbare Ziele der europäischen Mächte zugrunde. die Kolonialmächte hatten viele Gründe, warum sie Kolonien erwarben oder eroberten. Es ging um Rohstoffe und teure Waren wie Gewürze oder Edelsteine, in späteren Zeiten brauchte man die Kolonien, um massenhaft gefertigte Industrieprodukte zu verkaufen. Kolonien bedeuteten Ansehen in der Gemeinschaft der europäischen Mächte und erfüllten die nationalistischen Wünsche der Menschen im Land. Auch die Verbreitung des christlichen Glaubens war ein wichtiger Anstoß für die Eroberung der Welt. Finanziell hat sich das nicht immer gelohnt. Kolonien zu verteidigen, zu verwalten und für die koloniale Herrschaftschicht ein gutes Leben zu sichern, war kostspielig und in Zeiten eingeschränkter Kommunikation und fehlender Verkehrswege sehr

Hxnna_sjc 20.06.2022

Beschreibe wie sich das Verhalten der Kolonialherren in den Kolonien
auf die ursprüngliche Bevölkerung auswirkte, Nenne 4 Beispiele.

Redaktion

Hallo Hxnna_sjc, lies mal den Text oben und unsere Antworten zu den FAQ. Da hast du sicher selbst ein paar Ideen zur Beantwortung deiner Aufgabe.

Luisa01 20.06.2022

Was sind fünf Vorteile von kolonialbesitz für die europäischen Mutterländer

Redaktion

Hallo Luisa01, in unseren Lexikonartikeln „Kolonie/Kolonialismus“ und „Imperialismus“ haben wir schon viel zu den Motiven des europäischen Kolonialismus geschrieben. Schau dir diese Artikel doch bitte einmal an und lies auch, was wir bei diesen Artikeln auf die Fragen anderer Kinder und Jugendlicher geantwortet haben. Damit kannst du deine Aufgabe sicher gut lösen

Abc checker 07.06.2022

An welchem Berg fand die bekannte Schlacht statt (ich meine das in Afrika) Vielen Dank.

Redaktion

Hallo Abc checker, du meinst wahrscheinlich die Schlacht am Waterberg im August 1904. Diese Schlacht war Teil des Feldzugs der deutschen Kolonialtruppen gegen das Volk der Herero in der deutschen Kolonie Südwestafrika. Die Niederschlagung des Aufstands der Volksgruppe gegen die Kolonialherrschaft wird von der Geschichtswissenschaft heute als Völkermord angesehen.

Buddy 07.06.2022

Welchen Nutzen sich die Imperialmächte von den Kolonien versprachen – und warum sie tatsächlich nur aus wenigen Kolonien ziehen konnten?

Redaktion

Hallo Buddy, die Kolonialmächte hatten viele Gründe, warum sie Kolonien erwarben oder eroberten. Es ging um Rohstoffe und teure Waren wie Gewürze oder Edelsteine, in späteren Zeiten brauchte man die Kolonien, um massenhaft gefertigte Industrieprodukte zu verkaufen. Kolonien bedeuteten Ansehen in der Gemeinschaft der europäischen Mächte und erfüllten die nationalistischen Wünsche der Menschen im Land. Auch die Verbreitung des christlichen Glaubens war ein wichtiger Anstoß für die Eroberung der Welt. Finanziell hat sich das nicht immer gelohnt. Kolonien zu verteidigen, zu verwalten und für die koloniale Herrschaftschicht ein gutes Leben zu sichern, war kostspielig und in Zeiten eingeschränkter Kommunikation und fehlender Verkehrswege sehr aufwändig.

Hilda 03.06.2022

Hallo, meine Frage wäre, warum war der Besitz von Kolonien damals so wichtig?

Redaktion

Hallo Hilda , die Ziele der europäischen Staaten zur Eroberung fremder Gebiete im Zeitalter des Kolonialismus und später des Imperialismus waren vielfältig. Eine große Rolle spielten immer machtpolitische Ziele, also das Gewinnen von Einfluss auf ein bestimmtes Gebiet und der damit verbundene Ansehensgewinn bei den anderen Staaten. Dazu kamen wirtschaftliche Interessen (Rohstoffe gewinnen und eigene Waren verkaufen) und missionarische Ziele (Verbreitung des Christentums etc.). Auch territoriale Ziele (Ausweitung des eigenen Staatsgebiets) und bevölkerungspolitische Ziele (Siedlungsraum für die eigene Bevölkerung) haben vor allem im Imperialismus eine Rolle gespielt.

Elisa 02.06.2022

Wie haben die europäischen Länder das brutale Vorgehen gegen die afrikanische Bevölkerung rechtfertigt?

Redaktion

Hallo Elisa, die Europäer sahen die Menschen Afrikas als „Wilde“ und „Heiden“ an, denen sie die europäische Kultur und Religion bringen mussten. Damit wurde die Eroberung und Beherrschung der außereuropäischen Welt gerechtfertigt und zugleich die Ausbeutung dieser fremden Welt möglich gemacht.

Mimico 01.06.2022

Wie war die Vorgehensweise der Kolonialherren?
Was waren die Motive ihres Handelns?
Und was waren die Folgen für das Land und ihre Bewohner?
Das alles sollte um die deutsche Kolonialpolitik gehen.
Danke schon mal im Voraus!

Redaktion

Hallo Mimico, bei so vielen Fragen empfehlen wir dir einen Blick auf unsere Lexikonartikel "Kolonie / Kolonialismus" und "Imperialismus". In unseren Texten und den Antworten auf die Fragen anderer Hanisauland-Besucher/innen findest du viel Interessantes zu deinen Fragen. Auch dein Geschichtsbuch und die Seite des Deutschen Historischen Museums www.dhm.de/lemo hilft dir sicher weiter. Wenn du dann noch eine spezielle Frage hast, kannst du uns auch gerne noch einmal schreiben.

Nour 30.05.2022

Sollte ein Land überhaupt Kolonien besitzen?

Redaktion

Hallo Nour, lies doch mal unseren Artikel zu diesem Thema. Da erfährst du, dass Kolonialismus immer eine Form der Gewaltherrschaft gewesen ist, oft verbunden mit Rassismus, Ausbeutung und Sklavenarbeit. Genützt hat der Kolonialismus nur den europäischen Kolonialmächten, für die unterdrückten Länder und Völker waren die Folgen immer schlimm und oft bis heute nachwirkend. Eine Berechtigung dafür, Kolonien zu besitzen, gibt es nicht.

Schokolade 26.05.2022

Was hat der Kolonialismus mit dem Rassismus zu tun ?

Redaktion

Hallo Schokolade, ein Grundzug des europäischen Kolonialismus war von Beginn an die geringe Wertschätzung für die Völker der außereuropäischen Welt. Dabei spielte europäisches Überlegenheitsgefühl eine Rolle, ebenso die Vorstellung, die wahre Religion - das Christentum - in die Welt tragen zu müssen. Als um 1900 rassistische Vorstellungen immer mehr an Bedeutung gewannen, war das ein zusätzliches Motiv für die koloniale Eroberung der Welt durch die europäischen Staaten.

Hynun 23.05.2022

Wie haben sie ihre Kolonien eingenommen?

Redaktion

Hallo Hynun , Kolonien wurden in der frühen Phase des Kolonialismus oft durch kleine militärische Trupps und Handelsherren errichtet. Diese erzwangen Verträge oder schlossen Vereinbarungen über die Nutzung eines bestimmten Territoriums mit den Bewohnern der Gebiete. Im Zeitalter des Imperialismus wurden Kolonien dann in der Regel erobert und mit militärischer Gewalt beherrscht.

Hayley 19.05.2022

Wie und warum kam es zum Kolonialismus?

Redaktion

Hallo Hayley, schau mal unter dem Begriff "Kolonie / Kolonialismus" in diesem Lexikon nach. Da haben wir schon viel zur Geschichte des Kolonialismus und zu seinen Ursachen geschrieben. Wenn du dann noch eine spezielle Frage hast, kannst du uns gerne noch einmal schreiben.

Aurora 13.05.2022

Wie betrachteten die Europäer die Bewohner Afrikas?

Redaktion

Hallo Aurora , die Europäer sahen die Menschen Afrikas als „Wilde“ und „Heiden“ an, denen die europäische Kultur und Religion gebracht werden musste. Damit wurde die Eroberung und Beherrschung der außereuropäischen Welt gerechtfertigt und zugleich die Ausbeutung dieser fremden Welt ermöglicht.

Aurora 13.05.2022

Welche sind die 3 heutige Staaten, die 1914 unter europäischer Herrschaft standen?

Fee 13.05.2022

Viele Europäer rechtfertigten den Imperialismus mit der Evolutionstheorie von Charles Darwin, die oft mit dem Satz «Survival of the fittest» zusammengefasst wird

Redaktion

Hallo Fee , das stimmt. Wenn du eine Erklärung dazu suchst, schau doch mal bitte, was wir Aurora bei euren weiteren Fragen zum Lexikon-Stichwort "Kabinett" auf eine ähnliche Frage geschrieben haben.

Aurora 13.05.2022

Wie beschrieben die Europäer die Bewohner Afrikas?

Redaktion

Hallo Aurora, meistens wurden die kolonisierten Völker von den Kolonialherren als „Eingeborene“ bezeichnet. Damit sparte man sich die Mühe, sich mit ethnischen Unterschieden der unterdrückten indigenen Völker zu beschäftigen.

hanisauland 05.05.2022

Warum gab/giebt es Kolonien ?

Redaktion

Hallo hanisauland, schau mal unter dem Begriff "Kolonie / Kolonialismus" in diesem Lexikon nach. Da haben wir die Gründe für den Erwerb und die Eroberung von Kolonien genannt.

König 04.05.2022

Was ist der unterschied zwischen der Phase des Kolonialismus und der Phase des Imperialismus?

Redaktion

Hallo König, Kolonialismus ist streng genommen die Zeit vor 1850. Damit bezeichnet man die Phase, in der die europäischen Mächte zwar in die sogenannten Kolonialländer reisten, sie ausbeuteten und mit ihnen handelten, sich aber nicht - oder nur in Ausnahmen - dort ansiedelten. Eine Ausnahme ist Amerika, denn da gab es schon im 18. Jahrhundert Siedlerkolonien. Imperialismus ist die Zeit, in der die Staaten versuchten, diese Gebiete auch politisch in ihre Herrschaftsgebiete (ihre "Imperien") einzugliedern. Dies geschah, indem sie dort Siedler hinschickten und eine Verwaltung und Infrastruktur aufbauten. Das ging aber erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts und ist eng mit der Industrialisierung verbunden. Lies doch auch mal unseren Artikel "Kolonialismus" hier im politischen Kinderlexikon von Hanisauland, dann wirst du weitere Unterschiede erkennen.

Daina 04.05.2022

Bitte können sie die Rolle des Beitrags von Friedrich Fabri in der deutschen kolonialbewegung am Ende des 19 Jahrhunderts erläutern??

Redaktion

Hallo Daina,Friedrich Fabri war ein evangelischer Theologe. Als Mitarbeiter der Rheinischen Mission kam er mit den Themen Auswanderung und Kolonien in Berührung. In den Jahren der Reichsgründung im dritten Drittel des 19. Jahrhunderts setzte er sich für die Gründung von deutschen Kolonie ein. In der "Deutschen Biografie" kannst du hier mehr über diese einflussreiche Person des deutschen Kolonialismus erfahren.

dude219 31.03.2022

welche unterschiede zwischen den Kolonialmächten gab es im Vorgehen in Bezug auf die Kolonien?

Redaktion

Hallo dude219, Unterschiede der Kolonialpolitik gab es in der Zeit des Imperialismus durchaus. Die "Indirect Rule", also die indirekte Herrschaft, bei der vorhandene Herrschaftsstrukturen ausgenutzt wurden, war typisch für das Britische Imperium. Auch das Deutsche Reich verfolgte diese Politik. Frankreich ging nach der "Direct Rule", der direkten Herrschaft, vor. In diesem System wurden alle traditionellen Herrschaftsstrukturen zerschlagen und durch französische Einrichtungen ersetzt. Wenn du mehr zu diesem Thema wissen willst, empfehlen wir dir, einmal nach einer Darstellung zum Kolonialismus in deiner Schul- oder Stadtbibliothek zu schauen.

Max 28.03.2022

Warum gab es Kolonialmächte? Welche probleme wollten die Kolonialmächte mit den Kolonien lösen?

Redaktion

Hallo Max, schau mal unter dem Begriff "Kolonie / Kolonialismus" in diesem Lexikon nach. Da haben wir viel zu den Zielen des europäischen Kolonialismus geschrieben, auch in den Antworten auf die Fragen anderer Besucher/innen unserer Seite. Wenn du dann noch eine spezielle Frage hast, kannst du uns gerne noch einmal schreiben.

Ella Malfoy 28.03.2022

Was ist Kolonialismus?

Redaktion

Hallo Ella Malfoy , schau mal unter diesem Begriff in diesem Lexikon nach. Da haben wir das erklärt und auch schon viele Fragen anderer Besucher/innen unserer Seite zum Thema Kolonialismus beantwortet.

Puppe 24.03.2022

Was können wir heutzutage gegen die Folgen des Kolonialismus machen? Wie kann man die Situation verbessern?

Redaktion

Hallo Puppe, lies doch bitte einmal, was wir "hanisaulandisttoll" in den FAQ zu unserem Artikel "Kolonialismus" geschrieben haben. Da findest du auch Hinweise zur Beantwortung deiner Frage und Tipps für die weitere Beschäftigung mit diesem Thema.

Tasche 23.03.2022

Sind die Folgen des Kolonialismus genau die gleichen wie die des Imperialismus? Oder gibt es da Unterschiede (Gemeinsamkeiten?)?

Redaktion

Hallo Tasche , als Imperialismus wird die koloniale Herrschaft der europäischen Mächte in den Jahren 1880-1950 bezeichnet. Es ist eine andere Form der kolonialen Herrschaft, die sich in dieser Zeit durchsetzte. In unserem Lexikonartikel "Imperialismus" haben wir das genau erklärt. Wenn man von den Folgen des Kolonialismus spricht, meint man darum allgemein die Herrschaft Europas über die Welt seit der Entdeckung Amerikas durch die Europäer am Beginn der Neuzeit.

Mozart 23.03.2022

Was sind Folgen vom Kolonialismus heutzutage? Merkt man die immer noch? Wenn ja, welche und wo?

Redaktion

Hallo Mozart, die Folgen der Kolonialisierung sind heute noch in vielen Teilen der Welt sichtbar. Die Kolonisierung ist einer der Gründe, warum es in Afrika, aber auch in Lateinamerika fast nur Entwicklungsländer gibt, denn die Gebiete wurden von den Kolonialmächten ausgebeutet. Nur wenige der ehemaligen Kolonien haben eine funktionierende Wirtschaft aufbauen können. Die meisten leben hauptsächlich davon, ihre Rohstoffe zu verkaufen oder sie bauen einseitig Monokulturen wie beispielsweise Bananen an, mit denen die Bedürfnisse der Menschen im Land selbst nicht befriedigt werden können. Zwar bekommen sie heute zumindest Geld dafür, aber nicht genug, dass die Menschen davon gut leben könnten. Ein anderes Problem vieler ehemaliger Kolonien sind die von den Kolonialmächten willkürlich gezogenen Grenzen. Die Europäer nahmen keine Rücksicht auf die Situation in den Gebieten und so wurden Menschen von heute auf morgen durch eine Grenze von ihren Angehörigen oder Volksstämmen voneinander getrennt. Dadurch gab esviele Konflikte. Bis heute ist das eine wichtige Ursache für viele gewalttätige Auseinandersetzungen in afrikanischen, südamerikanischen oder aisatischen Ländern.

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