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Staatsverschuldung

von und
mehrfache Wiederholung des Buchstaben s

Dem Staat fehlt Geld

Die wichtigsten Einnahmen eines Staates stammen aus den Steuern, die die Bürger und die Unternehmen bezahlen. Aber meist reicht dieses Geld nicht aus, um alle Ausgaben, die ein Staat hat, zu bezahlen. Dann muss dieser Staat, wie jeder private Haushalt auch, der mehr Geld braucht als er hat, Kredite aufnehmen. Es kommt zur Staatsverschuldung.

Der Staat macht Schulden

Solche Kredite sind zum Beispiel Staatsanleihen. Das heißt, der Staat verkauft Anleihen. Banken und Versicherungen, aber auch sogenannte Kleinanleger kaufen diese Anleihen. Ihnen schuldet der Staat dann das Geld, das für die Anleihen bezahlt wurde. Dieses Geld muss der Staat mit Zinsen zurückzahlen. Das ist problematisch, denn die Zinsen, die der Staat für das geliehene Geld jährlich zahlen muss, fehlen ihm für die Erledigung seiner Aufgaben. Um dem entgegen zu wirken, hat man in Deutschland 2009 per Gesetz eine Schuldenbremse eingeführt. Sie soll helfen, die Staatsverschuldung nicht weiter wachsen zu lassen und die Schulden sogar nach und nach abzutragen.

Eure Fragen dazu...

Sena 21.11.2022

Was sind die Ursachen für eine Staatsverschuldung?

Redaktion

Hallo Sena, Staatsverschuldung gibt es immer dann, wenn der Staat mehr Geld ausgibt als er einnimmt. Dafür kann es unterschiedliche Ursachen geben. Wenn die Steuereinnahmen des Staates niedriger ausfallen als geplant, dann reicht das Geld nicht, um bereits beschlossene Ausgaben zu finanzieren. Oder es gibt unerwartete Ereignisse, für die der Staat kurzfristig zusätzliches Geld zur Verfügung stellen muss, wie die Corona-Pandemie. Auch eine Wirtschaftskrise kann unvorhergesehen höhere Staatsausgaben nötig machen, um die Konjunktur zu unterstützen. Aber auch ohne diese unvorhersehbaren Schwierigkeiten wären Staaten in der Regel verschuldet. Häufig ist es besser, wenn Staaten sich Geld leihen, als dass sie die Steuern erhöhen oder ihre Leistungen zu sehr einschränken - auch das ist nämlich oft ganz problematisch für die Wirtschaft des Landes. Zu hoch sollte die Staatsverschuldung aber nicht werden.

Pia 10.11.2022

Wie verschuldet sich dr Staat?

Redaktion

Hallo Pia, der Staat verschuldet sich, indem er Schulden bei Anlegern macht. Das können andere Staaten, Banken und Fondsgesellschaften oder auch Bürgerinnen und Bürger sein, die Staatsanleihen kaufen. Sie leihen dem Staat damit Geld. Der Staat zahlt diese Schulden mit Zinsen zurück.

Svensa 20.10.2022

Wie oft werden Staatsanleihen verkauft, an wen und wie lange laufen diese in der Regel? Es sieht nicht so aus, als wenn die Staatsschulden jemals bei 0 landen werden - warum arbeitet man nicht daran? Oder ist Deutschland verdammt in alle Ewigkeit steigende Schulden zu haben? Was ist, wenn das BIP eines Tages stagniert, z.B. durch ein Maximum an Menschen auf der Welt?

Redaktion

Hallo Svensa, Staatsanleihen werden sehr häufig aufgelegt und vor allem an institutionelle Anleger, also in der Regel an Banken oder Anlagefonds, verkauft. Oft haben Staatsanleihen eine lange Laufzeit von zehn Jahren und mehr. Es gibt aber auch Anleihen mit sehr kurzer Laufzeit. Das Ziel des Finanzministers wird es immer sein, keine neuen Schulden zu machen und möglichst auch noch alte Schulden zurückzuzahlen. Sehr häufig ist es aber so, dass Staaten sich daran gewöhnen, mit einer gewissen Schuldenlast zu leben. Ganz ohne Risiko ist das allerdings nicht, denn der Staat muss zur Rückzahlung seiner Schulden immer ein gewisses Staatseinkommen erwirtschaften. Ein Krieg wie jetzt der Angriffskrieg Russlands in der Ukraine, eine Pandemie oder eine schwere Wirtschaftskrise können diese Erwartungen sehr schnell aus der Balance bringen.

Lea 12.09.2022

Wieso gibt es Staats Verschuldung

Redaktion

Hallo Lea, Staaten brauchen viel Geld, um ihren Aufgaben nachzukommen. Nur ganz selten haben es Staaten geschafft, genug Geld durch Zölle, Steuern oder andere Abgaben der Bürgerinnen und Bürger einzunehmen, um alle diese Aufgaben bezahlen zu können. Darum haben Staaten schon seit vielen Jahrhunderten immer wieder Schulden gemacht. Dafür leihen sie sich Geld von Banken oder von privaten Anlegern, das sie dann mit Zinsen zurückzahlen. Meistens funktionierst das ganz gut. Nur wenn die Schulden zu hoch werden, und zuviel Geld für Zinsen ausgegeben werden muss, kann es sein, dass der Staat trotzdem nicht genug Geld hat, um alle wichtigen Aufgaben zu erledigen.

Sammy 09.09.2022

Welche Probleme könnten entstehen, wenn ein Staat über einen längeren Zeitraum hinweg sehr hohe Schulden hat?

Redaktion

Hallo Sammy, im schlimmsten Fall kann ein Staat bankrott gehen. Das heißt, dass der Staat sich für zahlungsunfähig erklärt und seine Schulden bei Banken und privaten Anlegern nicht zurückzahlt. Für den Staat ist das sehr schlecht. Denn ein Staat, der einmal seine Schulden nicht zurückgezahlt hat, wird so schnell kein Geld mehr ausgeliehen bekommen. Oder er muss sehr hohe Zinszahlungen versprechen, damit die Anleger vielleicht doch ausreichend Anreiz sehen, ihr Geld dem Staat zu leihen. Aber auch wenn es nicht zu einem Staatsbankrott kommt, ist eine hohe Staatsverschuldung ein großes Problem. Dann muss der Staat nämlich sehr viel Geld für Zinsen und die Rückzahlung seiner Schulden ausgeben. Das bedeutet, dass kein Geld mehr da ist, um andere wichtige Aufgaben des Staates zu finanzieren.

Fantasia 29.06.2022

Wieso findet man nicht, aus welchen Positionen Deutschland Schulden bestehen?
Stand 2022 hat Deutschland 2,3 Billionen Schulden ( Inland ) und fast 5 Billionen ( Ausland) gleichzeit hat der Staat 2021 fast 1 Billionen steuern eingenommen.
Aber 2,3 Billionen können ja nicht von 40 Milliarden Corona Schulden kommen oder von 100 Milliarden „sonservermögen“ für die Bundeswehr - was sind also die Schulden posten Deutschlands und wofür wurden diese Schulden aufgenommen?

Redaktion

Hallo Fantasia, die öffentlichen Haushalte in Deutschland haben aktuell rund 2,3 Billionen Euro Schulden. Diese Schulden haben sich über einen langen Zeitraum angehäuft. Eine Rolle spielt dabei beispielsweise immer noch die Finanzkrise von vor fast 15 Jahren. Damals hat der Bund viele Schulden gemacht, um Banken zu retten. Auch die Städte und Gemeinden machen ständig Schulden, um ihre Aufgaben erledigen zu können. Den Schulden stehen aber immer auch Werte gegenüber, beispielsweise Land und Gebäude. Das Staaten Schulden machen, um ihre Aufgaben zu erledigen, ist der Normalfall. Man muss aber darauf achten, dass diese Schulden nicht zu hoch werden. Dafür gibt es in der EU klare Regeln.

sonne123 20.06.2022

Wieso führen hohe Ausgaben des Staates zu einer allgemeinen Nachfragesteigerung?

Redaktion

Hallo sonne123, das Geld, das der Staat ausgibt, kommt in den allgemeinen Wirtschaftskreislauf. Die Firmen verdienen mehr Geld, sie können ihren Mitarbeitenden höhere Gehälter zahlen oder weitere Arbeitskräfte einstellen. Diese geben wieder mehr Geld aus, und das führt zu einer Steigerung der Nachfrage.

Sabrina 11.03.2022

Was sind Ursachen einer Staatsverschuldung?

Redaktion

Hallo Sabrina , Staaten verschulden sich dadurch, dass sie mehr Geld ausgeben als sie einnehmen. Das kann der Fall sein, wenn ein Staat unerwartete Ausgaben hat, beispielsweise um Unternehmen in einer Pandemie zu unterstützen oder weil er sich für einen Krieg rüsten muss. Oft geben Staaten auch zu viel Geld aus, weil die Regierung die Bevölkerung mit sozialen Leistungen unterstützen will. Zu einer kritischen Staatsverschuldung kommt es aber meistens erst dann, wenn die Einnahmen des Staates zu gering ausfallen. Ursache dafür ist in der Regel eine Wirtschaftskrise, beispielsweise durch einen weltweiten Konjunktureinbruch oder durch nachgebende Rohstoffpreise. Damit haben vor allem Entwicklungsländer und Schwellenländer häufig zu kämpfen. Wenn ein Staat dann nur noch eingeschränkt kreditwürdig ist, weil die Banken Zweifel haben, ob der Staat seine Schulden zurückzahlen kann, muss der Staat immer mehr Zinsen zahlen, wenn er sich Geld leihen will. Dadurch steigt die Staatsverschuldung immer weiter.

luca2 30.08.2021

Wie kam es zur Staatsverschuldung von Ecuador?

Redaktion

Hallo luca2, in Ecuador gab es Ende des letzten Jahrhunderts eine große wirtschaftliche Krise. Dafür gab es mehrere Gründe. Kurz zuvor hatte Ecuador Krieg geführt gegen sein Nachbarland Peru. Eine Veränderung des Klimas sorgte für einen Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion. Dann gab es eine große Krise in Asien, die Auswirkungen auf Ecuador hatte. Und schließlich ging auch noch der für Ecuador wichtige Preis für Rohöl nach unten. In der Folge dieser Entwicklungen ging die Wirtschaftsleistung des Landes stark zurück und die Verschuldung stieg rapide an. Als Ausweg aus dieser Krise entschied sich Ecuador, den US-Dollar als Währung zu übernehmen. Dadurch konnte die Wirtschaft stabilisiert werden, trotzdem gingen Millionen Ecuadorianer auf der Suche nach Arbeit uns Ausland. Die Wirtschaft des Landes hat sich seit dieser Umstellung nur langsam erholt.

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